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Levonorgestrel: Alle wichtigen Infos über das synthetische Gestagen

Bei Levonorgestrel handelt es sich um einen von zwei zugelassenen Wirkstoffen für die Pille Danach in Deutschland. Levonorgestrel ist ein synthetisch hergestelltes Gestagen der zweiten Generation, das bereits im Jahre 1966 auf den Markt gekommen ist.

Levonorgestrel: Alle wichtigen Infos über das synthetische GestagenDas Gestagen Levonorgestrel kann noch deutlich mehr als nur der Hauptbestandteil der Pille Danach zu sein. So ist das Hormon – neben Ethinylestradiol – einer von zwei Wirkstoffen der Antibabypillen Novastep oder auch Microgynon. Die beiden Pillen dienen an dieser Stelle nur als zwei Beispiele – in Wirklichkeit basiert die Wirkung zahlreicher Antibabypillen auf Levonorgestrel.

Im folgenden Artikel informieren wir Sie detailliert über Levonorgestrel. Wir zeigen Ihnen, zu welchen Anwendungszwecken das Hormon eingesetzt werden kann und wie es – je nach Anwendungszweck – im weiblichen Körper wirkt. 

Zu welchen Zwecken wird Levonorgestrel eingesetzt?

Grundsätzlich kann Levonorgestrel zu drei verschiedenen Zwecken eingesetzt werden: Als reguläres Verhütungsmittel, als Notfallverhütungsmittel und als Hormonersatztherapie.

  • Antibabypille (Verhütung)
  • Hormonimplantat (Verhütung)
  • Hormonspirale (Verhütung)
  • Minipille (Verhütung)
  • Pille Danach (Notfallverhütungsmittel)
  • Gegen Beschwerden während der Wechseljahre (Hormonersatztherapie)

Alle drei Anwendungszwecke beziehen sich lediglich auf das weibliche Geschlecht. Bei der Medikation von Männern spielt Levonorgestrel keine Rolle.

Wie wirkt Levonorgestrel?

Die Wirkweise von Levonorgestrel hängt zum einen von der eingenommenen Dosis ab, und zum anderen vom Einnahmezeitpunkt während des Zyklus der Frau. Während Levonorgestrel als reguläres Verhütungsmittel täglich, dafür aber in einer sehr niedrigen Dosis eingenommen wird, ist die Einnahme als Pille Danach eine einmalige Sache – dafür allerdings hochdosiert.

Wenn das Gestagen als hormonelle Verhütungsmethode genutzt wird, hemmt es die Aktivität der Eierstöcke, verändert den Umbau der Gebärmutterschleimhaut, sodass sich befruchtete Eizellen nicht mehr einnisten können, und verdickt die Konsistenz des Gebärmutterschleims. Letzterer Effekt sorgt dafür, dass sich die eindringenden Spermien nicht mehr effektiv innerhalb der Gebärmutter bewegen können.

Als Pille Danach sorgt das synthetische Hormon dafür, dass der Eisprung gehemmt wird. Auch die Fortbewegungsmöglichkeiten von Eizelle und Spermien werden dadurch eingeschränkt. Eine mögliche Einnistung einer befruchteten Eizelle in der Gebärmutter wird durch die hohe Dosis ebenfalls verhindert.

Je höher dosiert das künstliche Gestagen eingenommen wird, desto stärker sind gleichzeitig seine Effekte – aber auch seine Nebenwirkungen bei der Patientin. Bei der Gabe von Hormonen gilt deshalb immer: So viel wie nötig, so wenig wie möglich.

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