Erfahrungen mit Antibabypillen Erfahrungsberichte über Antibabypillen & der Pille danach

Ist die Pille Danach ein Verhütungsmittel oder eine Abtreibungspille?

Das Notfallverhütungsmittel Pille Danach ist nun seit rund einem Jahr rezeptfrei in Deutschland erhältlich. Wer denkt, das Medikament zu benötigen, der kann es sich nach einem kurzen Gespräch mit einem Apotheker ohne Arztbesuch ausstellen lassen.

Ist die Pille Danach ein Verhütungsmittel oder eine Abtreibungspille?Der Vorteil liegt dabei auf der Hand: Je schneller die Pille Danach eingenommen wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es zu keiner Schwangerschaft kommt. Es macht demnach Sinn, unnötige Umwege über Ärzte zu vermeiden.

Deutschland schließt sich somit einer Gruppe von rund 80 Ländern an, in denen die Pille Danach bereits ebenfalls ohne Rezept erhältlich ist. Sie sollte immer dann eingenommen werden, wenn eine Schwangerschaft nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr nicht mehr ausgeschlossen werden kann. Das kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn während des Geschlechtsverkehrs das Kondom reißt oder es im Eifer des Gefechts gänzlich vergessen wurde. Auch das Vergessen der Antibabypille kann ein Grund für die Verwendung des Notfallverhütungsmittels sein.

Leider denken auch heute noch statistisch gesehen 30% aller Frauen und 17% aller Männer, dass die Pille Danach eine Abtreibungspille sei. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, warum das nicht stimmt und die Pille Danach grundsätzlich ein ganz normales Verhütungsmittel darstellt.

Pille Danach: Verhütung oder Abtreibung?

Zunächst einmal: Nein, bei der Pille Danach handelt es sich nicht um eine Abtreibungspille. Wenn die Eizelle bereits befruchtet wurde und sich in der Gebärmutter eingenistet hat, dann hat die Pille Danach keinen Einfluss auf das ungeborene Leben. Stattdessen verhindert die Pille Danach den Eisprung gleich zu Beginn.

Im Gegensatz dazu bewirkt eine Abtreibungspille, dass eine bereits befruchtete Eizelle mit Gewalt aus der Gebärmutter entfernt wird. Somit wird ungeborenes Leben abgetötet.

Aufmerksame Leser stellen sich nun jedoch eine Frage: Sowohl die Antibabypille als auch die Pille Danach verhindern den Eisprung. Wo liegt nun jedoch der Unterschied zwischen den beiden Verhütungsmitteln?

Ganz einfach: Die Antibabypille ist sehr niedrig dosiert und benötigt mehrere Tage, um den Schutz vor einer möglichen Schwangerschaft langsam aufzubauen. Durch die niedrige Dosierung werden Nebenwirkungen vorgebeugt. Die Pille Danach ist hingegen deutlich höher dosiert, sodass sie eine deutlich kürzere Zeit benötigt, um den Schutz vor Schwangerschaften aufzubauen.

Das bleibt jedoch nicht ohne Folgen: Obwohl die Pille Danach heutzutage fast perfekt dosiert ist und so wenig Nebenwirkungen wie nur möglich hervorruft, kann es unter anderem zu Unterleibsschmerzen, zu Übelkeit und zu Erbrechen kommen. Wenn das Erbrechen innerhalb von drei Stunden nach der Einnahme der Pille Danach auftritt, muss die Pille noch einmal eingenommen werden.

Rezeptfreie Pille Danach ist ein Segen

Zwar können bei der Einnahme der Pille Danach gewisse Nebenwirkungen auftreten, jedoch sind diese – glücklicherweise – in keiner Weise mit den psychischen Auswirkungen einer Abtreibung vergleichbar. Eine Abtreibung kann zu weitreichenden psychischen Konsequenzen bis hin zu ausgewachsenen Depressionen führen.

Nichtsdestotrotz sollte die Einnahme des Notfallverhütungsmittels nicht unüberlegt erfolgen. Unserer Meinung nach bietet das kurze Gespräch mit dem Apotheker jedoch genügend Schutz. Der Weg über den Apotheker ist ein guter Kompromiss, damit die Pille Danach zwar schnell, aber dennoch wohlüberlegt ausgegeben wird.

Des Weiteren stammt die Rezeptpflicht aus einer Zeit, in der die Pille Danach aufgrund ihrer hohen Dosierung weitaus gefährlicher war. Das ist heutzutage nicht mehr der Fall. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass die Rezeptpflicht in vielen Ländern mittlerweile gekippt wurde.

In Deutschland werden jedes Jahr rund eine halbe Million Pillen Danach ausgegeben. Etwas weniger als ein Drittel wird dabei an junge Frauen verteilt. Auch ältere Frauen benötigen das Notfallverhütungsmittel hin und wieder. Die Pille Danach enthält entweder das Hormon Levonorgestrel oder Ulipristalacetat.

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